Durchreisestopp: Tiroler Traditionsküche im „Wilden Mann“ bei Innsbruck

von | Sep. 3, 2022 | Appetithappen | 0 Kommentare

Es gibt Dinge, die schmecken notorisch nicht nach dem, nach dem sie schmecken sollte. Ein Paradebeispiel für solche Geschmacknieten ist die Weinsuppe. Jüngst aß ich im ansonsten sehr respektablen Traditionsrestaurant Wilder Mann in Lans bei Innsbruck wieder einmal eine Terlaner Weinsuppe, garniert mit „gerösteten Weißbrotwürfeln und frischgeriebenem Parmesan“. Sie schmeckte, wie immer, nur irgendwie sahnig-salzig, aber kein bisschen nach dem Wein aus jener berühmten Südtiroler Weinbaugemeinde, nach der sie benannt ist. Solche Weinsuppen gibt es in mehr oder weniger jedem Weinanbaugebiet. Mal heißen sie „Rheingauer Rieslingrahmsüppchen“, mal „Fränkische Weinsuppe oder „Sylvanersüppchen“, mal „Badische Weinsuppe mit Kracherle“ wie Croutons hier badisch-gemütlich genannt werden. Und immer sind sie nichts mehr als ein irgendwie überflüssiger Magenfüller. Irgendwo müsste es doch einen begabten Koch geben, der auch einer Weinsuppe so etwas wie Geschmack einhaucht. Ansonsten gabs wenig zu meckern: Tiroler Küche ohne Schnickschnack, gediegenes Ambiente, angenehme Bedienung.

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