Pieppieppiep: Nussecken zum Liebhaben

von | Feb. 10, 2023 | Appetithappen | 0 Kommentare

Als der Schlagersänger Guildo Horn Ende der neunziger Jahre die Nussecken seiner Mutter besang, konnte er noch nichts wissen von jener Verkörperung des Kleingebäck-Klassikers, die seit kurzem in München-Schwabing von Kerstin Weise selbst hergestellt und verkauft wird. Die ehemalige Stewardess betreibt hier unter dem Namen „Chokoin“ eine erlesene „Schoko-Galerie“ sowie einen Dessertladen. In letzterem gibt es Nussecken, die mit den üblicherweise beim Bäcker angebotenen Standardprodukten nichts zu tun haben, weil sie einfach unglaublich delikat und durchaus dazu angetan sind, unvorsichtige Süßmäuler süchtig zu machen: Ein dünner Mürbeteigboden, bestrichen mit einem deutlich dickeren Belag aus Butter, Zucker, Haselnüssen und Mandeln, das ganze großzügig eingefasst von hochwertiger bitterer Schokoladenkuvertüre, die die Komposition nicht allzu süß erscheinen lässt. Das ist eigentlich schon kein Gebäck mehr, sondern eine große Praline und entsprechend gehaltvoll. Ehrenrettung für ein insgesamt doch ziemlich vor den Hund gekommenes deutsches Traditionsbackwerk.

Foto: Pixabay

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