Nein, Pardon wird nicht gegeben, wenn es um die endgültige Niederringung des Patriarchats geht, das sind Feministinnen gnadenlos. Das gilt auch für die Spitzengastronomie, wo in der Regel Männer den Ton angeben. Das hat seine guten Gründe, die Ingo Swoboda schon bei aufgegessen.info ausführlich dargelegt hat. Sie liegen vor allem in der unterschiedlichen körperlichen Beschaffenheit von Männern und Frauen in einer Branche, die so hart ist, wie kaum eine andere, psychisch und physisch. Und solange Männer noch Männer, Frauen noch Frauen sind, wird sich daran nicht allzu viel ändern. Punkt, Ende der Debatte.
Doch das Thema ist natürlich immer wieder einen Aufreger wert, vor allem in Organen wie der Süddeutschen Zeitung, die merkwürdigerweise einer hauptamtlichen „Genussredakteurin“ des längst unterhalb der Wahrnehmungsschwelle dümpelnden Magazins „Stern“ viel Platz für eine Abrechnung mit der männerlastigen Sterneküche eingeräumt hat. Darin kommt Autorin Denise Snieguolé Wachter noch einmal auf den Fall des ehemaligen bayerischen Drei-Sterne-Kochs Christian Jürgens zu sprechen, der nach einem reißerischen Spiegel-Artikel Knall auf Fall entlassen wurde. Er habe Mitarbeiter schikaniert und belästigt, die Staatsanwaltschaft ermittelte – ohne Ergebnis. Jürgens machte schwere Zeiten durch, später bekannte er sich in Interviews zu einem großen Teil dieser Vorwürfe, die niemals vor Gericht kamen, und entschuldigte sich für sein Verhalten.
Einige Zeit wurde es still um Jürgens, bis an die Öffentlichkeit drang, dass der Spitzenkoch zum Executive Chef der „Villa Florhof“ in Zürich, einem Prestigeprojekt der Gastrounternehmer Silvio Denz und Peter Spuhler, ernannt worden sei. Skandal! Ein Mann mit einer solchen Vergangenheit! Frau Snieguolé Wachter zitiert in der SZ eine geistesverwandte Schreiberin namens Alexandra Zykunov, die bei Wikipedia als Autorin feministischer Bücher vorgestellt wird. Sie will in der jüngsten Berufung von Jürgens einen typischen „Mechanismus“ sehen: „Es zeigt, dass Cancel Culture für erfolgreiche Männer nicht existiert. Es werden Vorwürfe erhoben – und der Nächste denkt: Den will ich haben.“
Dass Jürgens gravierende Fehler gemacht hat, ist unstrittig, dass er danach durch die Medienhölle ging, ebenso. Doch Pardon wird nicht gegeben. Ein Mann wie er hat sich, wenn überhaupt, nur noch als Alleinkoch in einem Landgasthof durchzuschlagen oder als Bulettenbrater bei McDonalds. Sogar NZZ Bellevue, das Lifestyle-Portal der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) hieb in diese Kerbe, wenn man Jürgens und anderen Gefallenen zwar gnädig zugesteht, dass sie eine zweite Chance verdient hätten. Doch dass der Koch nun in der Villa Florhof, übrigens zusammen mit einer Frau, für die Gesamtleitung des Etablissements verantwortlich sein soll, „stehe auf einem anderen Blatt“, denn für Führungsaufgaben seien heute „nun einmal besondere Anforderungen gefragt“. Dass es die Cancel Culture bei „erfolgreichen Männern“ nicht gebe ist ein Witz und eine Lüge. Man wünscht sich, dass aktivistische Schreiberinnen wie Snieguolé Wachter und Alexandra Zykunov auch einmal am eigenen Leib die volle Wucht des Medienprangers zu spüren bekommen.
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Die ganze Verlogenheit dieser Genießer – Damen wird dann deutlich, wenn man sich die Geschichte von einigen „gefallenen“ Damen der hohen Politik und ihrer gnädigen Wiederaufnahme ansieht. (gefallen bitte nicht verstehen im Sinne des 19. und frühen 20. Jhdt.;-))
Betrachten wir doch einmaldie neue feministische Zeit und ihre Fähigkeit, kleine Sünden zu verzeihen :
Anne Spiegel: Totalversagerin bei einer der größten Flutkatastrophen unserer Zeit: Heulend aus dem Amt geflohen, seit Dezember 25 verantwortlich für 1,2 Sozialfälle im Raum Hannover.
Ursula v.d.L., gescheiterte Verteidigungsministerin, dem gewählten Spitzenkandidaten Weber einfach vor die Nase gesetzt, bekannt für gelöschte Mails und Milliardendeals.
Annekrete Kramp.. usw.: Nach desaströsen Vorstellungen in der Bundespolitik heute Chefin der Adenauer Stiftung.
Andrea Nales: Glücklose Ätschi-Chefin der Espede: Heute verantwortlich für Millionen Arbeitslose(also verwaltungstechnisch natürlich nur..)
Und alle, alle diese Damen, das dürfen wir glauben, werden bestimmt nicht schlecht bezahlt.
Nebenbei bin ich aber ganz sicher: Die Verachtung für die toxischen Männer am Herd geht doch dann aber auch weit genug, damit niemals eine dieser Erweckten ein Restaurant betritt, in dem ein solcher kocht? Selbst bei noch so verlockenden Einladungen… Es sind doch ganz bestimmt „Ehrenfrauen“, die uns hier über Moral belehren..
Verzeihung Bei Frau Spiegel muss es natürlich heißen: 1, 2 Millionen Fälle.